Ortsgruppe Kyffhäuser
Vorsitzende: Mandy Gössel
Rottlebener Straße 9
06567 Bad Frankenhausen
Tel.: 034671-54021
Anbaden mit Brrr-Effekt
[17. Mai 2011]
Endlich wieder Baden unter freiem Himmel!
Vergangenen Samstag feierten die Mitglieder der DLRG OG Kyffhäuser die Eröffnung der Freibadesaison im schmucken Oldisleber Schwimmbad. Die Sonne brannte um die frühen Nachmittagsstunden und die glorreichen Sieben erwartete eine Wasseroberflächentemperatur von 15 °C. Das Thermometer am Grund zeigte sogar nur 13,5 °C an. Von den angereisten 20 Mitgliedern ließen sich aber nur 7 Helden auf das kühle Nass ein.
Die anderen begnügten sich, bei Kaffee und Kuchen, mit dem traurigen Los eines Schaulustigen und dem Wetten, wer wohl als Erster im Wasser ist und wer es als Erster wieder verlässt.
Standesgemäß wurde mit einem aus allen Kehlen erklingenden „Auf die Plätze, fertig, los!“ das Wasser freigegeben und die Vorsitzende, Mandy Gössel, flog mit einem schulbuchmäßigen Kopfsprung, allen anderen voraus der Wasseroberfläche entgegen.
Alle sind sich einig, dass das wieder liebevoll hergerichtete Bad in Oldisleben unter der Leitung des nun schon alten Hasens der Wasserrettung, Fred Spodzieja, bereit für die nächsten 4 sonnenverwöhnten Sommermonate ist.
Die DLRG Kyffhäuser wird auch in diesen Jahr wieder das Ablegen von Schwimm- und Rettungsschwimmprüfungen in Oldisleben ermöglichen und eventuell mit einigen Höhepunkten am Gelingen der Badesaison beitragen.
Peter Kessler
20 Jahre DLRG um den Kyffhäuser
[23. Oktober 2010]
Der Wasserrettungsdienst war schon so lange in Bad Frankenhausen beheimatet , wie Bürger der Stadt Spaß am Baden hatten. Ab 1902, als das erste Schwimm- und Freibad eingeweiht wurde - es befand sich auf dem Gebiet des heutigen Gymnasiums - war es der Schwimmmeister und Knopfmacher Haselhuhn, der auf Ordnung und Sicherheit großen Wert legte.
Eine DLRG OG gab es in Bad Frankenhausen vor dem 2. Weltkrieg wahrscheinlich nicht, nachweislich zwar in Sondershausen, aber Aufzeichnungen über deren Existenz waren bis dato nicht zu finden. .
Es begann im Jugendbad in der Weidengasse durch den Schwimmmeister Paul Schulze der Aufbau einer WRD - Gruppe, welche im Rettungssport auf Kreisebene die Spitze übernahm.
Mitte der 70 ziger Jahre übernahm Roland Beinicke die Leitung des Bades und baute einen Schwimmverein auf, der die Grundlage für die Ausbildung zukünftiger Rettungsschwimmer bildete. Ihm folgten die Schwimmmeister Bernd Keßler und Klaus Böhme, welche den Einsatz, die Aus- und Weiterbildung des WRD Ortsverbandes weiter vervollkommneten.
Im Herbst 1989 entschlossen sich einige Rettungsschwimmer, als sich erstmals die Möglichkeit bot, etwas Eigenes aufzubauen, den Rettungsschwimmerclub „ Die Robben “ e.V. <b> </b>Mit unseren Einsätzen im Kyffhäuserwald, beim Beräumen und Ausgraben der Rehbornquelle machten wir uns einen ersten Namen.
Gegründet am 20.11.1989, ging er, dank der intensiven Unterstützung der OG Walkenried ( Bez. Harz, Niedersachsen ) am 20.10.1990 nahtlos in die DLRG Ortsgruppe Bad Frankenhausen e.V. über.
Schwerpunkte unserer Arbeit war von Anfang an die Schwimm - und Rettungsschwimmerausbildung.
Mit der Badabsicherung im Sommer 1991 in Wiehe entstand eine neue Ortsgruppe, der heute noch ein wichtiger Stützpunkt ist und die Gründung und Starthilfe des Stützpunktes Hohnstein, <b> </b>welcher mittlerweile, als Ortsgruppe, zu einer festen Größe im Landesverband Thüringen heranwuchs, beruhte auch im großen Maße auf unserem Mitwirken.
Unser Engagement am Stausee in Kelbra begann 1992 mit dem Wachdienst am Strandbad und am Campingplatz.<b> </b>Wir bauten einen Stützpunkt auf, fungierten als Mauerspechte beim Abtragen der Pfeiler einer alten Helmebrücke, die als Gefahrenstelle im Sommer aus der Wasser ragte, führen alljährlich An- und Abbaden durch<b> </b>und organisierten die berüchtigten Bierfasswettrollen.
Grandios waren auch die 8 Frankenhäuser Schwimmbadfeste die wir maßgeblich mit organisierten und durchführten. Ab 1991 kamen, in Abhängigkeit von der Wetterlage, bis zu 1500 Besucher, um sich an unseren nicht ganz ernstgemeinten Wettbewerben, wie zum Beispiel: Brustrückwärtsschwimmen, Schlamm- und Lumpenspringen, Flößer - und Bottichrennen, Kopfweitsprung und vielem anderem zu beteiligen oder zu amüsieren.
Die Geschichte der Stützpunkte unseres Vereins ist eine Geschichte von Missverständnissen. Die Stadtverwaltung von Bad Frankenhausen hing über viele Jahre dem Glauben nach, dass die Robben regelmäßig ihre Sandbank, oder besser ihren Aufenthaltsort wechseln müssen.
Nach fast 500 Arbeitsstunden bezogen wir 1991 die alte Schwesternstation in der Lange Strasse, 1995 zogen wir nach Seehausen in den Kindergarten, 2002 wieder zurück in die Schwesternstation, von 2003 bis 2006 hielten wir uns in Kelbra ganze 3 Jahre lang an einem Ort auf, bis die Stadt Kelbra das Strandbad an Holländer verpachtete und die keine Wasserrettung benötigten. Dann ging es zurück nach Bad F., in die Bahnhofstrasse, gegenüber der Schwesternstation. Wieder 3 Jahre. Nun stehen wir, diesmal selbst gewollt, auf der Straße. Vielleicht gibt es ja in Rottleben, oder Roßla, in Oldisleben, Heldrungen oder in sonst einer erreichbaren Nähe ein kleines Zimmer, mit einem Heizkörper und einer Tür zum Abschließen, in der Nähe des Bades, mit trockenen Wänden, mietfrei – ach, ich träume so vor mich hin.
Ab 1993, mit einem ersten Starterfeld von 26 Mutigen organisierten das Team des Erholungsgebietes Talsperre Kelbra um Gerd Heller und die DLRG OG Bad Frankenhausen e.V. das Stausee- Durchquerungsschwimmen.1998 wurde das Langstreckenschwimmen im Thüringer Freiwasserpokal des Thüringer Schwimmverbandes eine feste Größe. Gäste waren neben den DLRG Präsidenten Joachim Pröhl, den Präsidenten des LV Thür. Rainer Blechschmidt und Matthias Feller auch schon der amtierende Präsident Harry Slokksnat. Er durchschwamm bei der 7. Auflage im Jahr 2000 den Stausee in 40,03 min, wurde damit gesamt Dritter mit nicht einmal 3min Rückstand auf den Sieger. 2001 war dann der Vize Kam. Tschierske zu Gast, und ab 2002 ließ sich dann keiner mehr blicken.
Es war das einzige Freiwasserschwimmen, deren Organisation gänzlich in den Händen der DLRG lag- 2003 zur 11. Auflage, wurde es schon im Deutschland Cup der Freiwasserschwimmer gewertet- aber dann kam Herr Geppert und die Holländer…
Die Zusammenarbeit mit den DLRG- Kameraden aus Sachsen - Anhalt entwickelte sich stetig seit dem ersten Schwimmen. Ohne ihre Technik, ihre Einsatzkräfte und auch ihr finanzielles Engagement wäre schon nach dem ersten Schwimmen Schluss gewesen.
Hier gilt vor allem Dank den Mitarbeitern der Geschäftsstelle Sachsen- Anhalt unter der fachmännischen Leitung von Holger Friedrich, die auch noch das Spielmobil mitbrachten um für die Unterhaltung am Strand zu sorgen. Zur Absicherung waren die OG Hettstedt und Eisleben aber auch Halle/ Saalkreis und Merseburg vor Ort. Eine gelungene Veranstaltung, die ich gern wieder aufleben lassen würde, vielleicht in Roßla oder doch wieder in Kelbra- aber nur wenn sich ein langzeitlich tragbarer Pächter des Strandbades dafür stark machen würde.
In 20 Jahren DLRG um den Kyffhäuser wurden 31 Leben gerettet, 1092 Kids erkämpften ihr Seepferdchen, 792 Jugendschwimmabzeichen und 1041 Deutsche Schwimmabzeichen wurden abgelegt, erfolgreich beendeten oder wiederholten 1286 Rettungsschwimmer ihre Ausbildung, 248 davon leisteten 42090 ( 2010: 3310 Stunden) Einsatzstunden an Seen und in Bädern, 3702 mal wurde Erste Hilfe- vom Pflaster kleben bis zum Druckverband- geleistet, bei 39 Großveranstaltungen begrüßten wir 54650 Besucher und Teilnehmer, in die Ausbildung/ Organisation und Verwaltung investierten wir rund 40500 Stunden.
Einen riesigen Arbeitsumfang bedeutete auch unser Engagement in der Ersten- Hilfe- Ausbildung.
Ob Erste Hilfe Kurs, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Erste Hilfe Training oder die Schulung in der Automatischen Externen Defibillation- insgesamt waren es exakt 3852 Teilnehmer.
Mit aktuell 13 Lehrscheininhabern, 8 Sanitätern und Ärzten, 9 Erste Hilfe Ausbildern und 6 Bootsführen haben wir ein gewaltiges Potential. Und dass stand kurz vor dem Aus!!!
Dank des persönlichen Einsatzes von Holger Friedrich konnte die Auflösung des Vereins eigentlich erst 5 nach 12 aufgehalten werden. Und Dank Mandy Gössel´s , „na gut, eigentlich habe ich keine Zeit, aber ich würde…“ weiter kam sie nicht, schon war sie eingesetzt und im Januar gewählt wurden.
Und sie kann im ersten Jahr schon auf viele Erfolge und Bewährungsproben zurückschauen.
Nach zähen Verhandlungen gibt es erstmals eine Trainingseinheit in der Therme nur für Erwachsene- jeden Montag schlagen die Wellen übers Ufer wenn die bis zu 20 Rettungsschwimmer im Alter von 16 bis 60 das Wasser zum Schäumen bringen.
Der Wachdienst durch unsere Rettungsschwimmer war in diesem Jahr für den Kyffhäuserkreis so notwenig wie noch nie. Bäder in Artern, Heldrungen und Oldisleben hätten ohne unsere Einsatzkräfte den Sommer nicht finanziell schultern können. Vielleicht kommt ja im nächsten Jahr noch Roßleben dazu. Die gesamte Einsatzplanung schulterte Mandy bravourös.
Die Idee für eine Einsatzübung mit realistischer Wunddarstellung in Erster Hilfe für das zukünftige Einsatzpersonal ist auch auf ihrem Mist gewachsen, und hat in der Auswertung allen Teilnehmern ihren Nachholebedarf offenbart, und allen anderen einen heiden Spass gemacht.
Nun ist auch der Moment wo ich mal namentlich meinen Dank loswerden muss.
Beim Einscannen der Bilder aus zwei Jahrzehnten waren es immer die Selben auf die ich mich, vom Anfang an, bei jedem Einsatz, in der Ausbildung und auch während unserer manchmal nicht ganz satzungstypischen Veranstaltungen, verlassen konnte. Karsten Wiech, Rolf Gnass, Fred Spodzieja und Mandy Gössel. Jeder Lehrgang, die jährliche Schwimmausbildung alle Rettungsschwimmerkurse, jedes Meterbratwurstessen, Osterwanderung, jeden Arbeitseinsatz, Neptunfeste, Kat- Schutz- Übungen, Durchquerungsschwimmen, An- und Abbaden, und und und… Die haben sich sogar stets für den Verein freiwillig zum Affen gemacht- ihr seht es ja im Hintergrund.
Ganz kurz dahinter stehen aber viele andere, die auf Grund ihres Job´s, ihrer familiären Verpflichtungen ihrer noch nicht so langen Mitgliedschaft oder einfach ihrer Spezialisierung nicht auf jeder Hochzeit tanzen konnten und können.
Hier sind es vor allem Frank und Dagmar Freese, Martino Selent, Uschi Spodzieja, Andre´ Karstedt, Silva Ackermann, Edda Michel, Benno Bulitta ohne die der Verein nicht existieren könnte.
Danke, danke, danke und haltet weiter wacker durch.
Mit Erich Udala haben wir 2007 ein Mitglied „der ersten Stunde“ auf tragische Weise verloren, der schon 1936 in die DLRG eintrat und noch 2006 für seine 70 jährige ununterbrochene Mitgliedschaft vom damaligen Vizepräsidenten des Landesverbandes, Peter Fehse, mit dem entsprechenden Mitgliedsehrenzeichen ausgezeichnet wurde. Auch Erich bereicherte unsere Arbeit über viele Jahre.
Fast noch wichtiger ist die Jugend- die Zukunft der Verantwortungsträger. Hier sind Lisa und Tina
Boldt, Erik und Reik Selent, Inge Töpfer, Ike Goldhammer und Lucas Keßler als Kameraden zu nennen, die in Ausbildung und im Wachdienst schon Verantwortung übernahmen.
Frisch geklaut bei einer Volksbankwerbung möchte ich für meine Nachfolgerin noch einen mit auf den Weg geben: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers!“
Mandy´s Feuer hat schon gefruchtet- in der Organisation von Veranstaltungen weiß´ sie einzubinden und umzuverteilen- ein paar neue jugendgerechte Ideen, ein gekonntes Einbeziehen der Eltern unserer Vereins- Kidis und Frische im Umgang mit staatlichen Strukturen- und schon sind wir auf dem Weg aus den seichten Ufergewässern und brechen in die unendlichen Weiten der Meere auf. Mit meiner Hilfe auf ihrem weiteren Weg kann und vor allem muss Sie auch rechnen.
Peter Keßler
Auszeichnungen:
Verdienstabzeichen der DLRG in Silber:
Ursula Spodzieja, Fred Spodzieja, Mandy Gössel
Realistische Unfalldarstellung
„Schwerer Verkehrsunfall im Kyffhäuser…
…am Samstag ereignete sich auf der B 85 nahe der Abfahrt zur Rothenburg ein folgenschwerer Zusammenstoß. Ein Motorradfahrer aus Richtung Kelbra kommend schnitt die unübersichtliche Linkskurve und stieß frontal mit einem entgegenkommenden PKW – Kombi zusammen. Der Fahrer des Motorrades war nach dem Aufprall sofort bewusstlos. Dem weibliche Sozius wurde durch die Leitplanke der linke Arm abgetrennt. Der PKW war mit vier Personen besetzt. Die Fahrerin, eine 28 jährige Frankenhäuserin, war nicht angeschnallt und wurde bei dem Aufprall durch die Frontscheibe geschleudert. Bei ihr stellten die sofort zur Unfallstelle geeilten Helfer Atemstillstand mit einer kompletten Unterkieferamputation fest. Die Beifahrerin, ebenfalls eine junge Frau, blutete durch eine tiefe Schnittwunde im Unterarm. Auf der Rückbank, saßen die Mutter und das 8 jährige Kind der Fahrerin. Die Mutter erlitt einen tiefen Schock, während der Junge durch eine nicht fixierte Flasche getroffen wurde und sich am Inhalt der zerbrochenen Flasche das Auge verätzte. Nur dank der umsichtigen Hilfe der Retter konnten alle Betroffene stabilisiert werden“
So, oder ähnlich könnte es wirklich passieren - aber diesmal noch war es eine Übung…
Letzten Samstag wurden die eben geschilderten Unfalldarstellungen realistisch nachempfunden und angeschminkt. Im Domizil des Jugendhilfe und Fördervereins Bad Frankenhausen galt es für 18 Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerinnen der DLRG Ortsgruppe Kyffhäuser diese Verletzten optimal zu versorgen und zu betreuen bis der Rettungsdienst eingetroffen wäre. Übrigens, keiner der geladenen Rettungsschwimmer wusste was auf ihn zukommt, die Einladung wurde sehr allgemein gehalten, denn mit dieser Übung sollte der derzeitige Stand von Wissen und Anwenden der Ersten Hilfe ermittelt werden.
Die Unfallopfer waren in separaten Zimmern untergebracht, so dass sich die Retterteams nicht schon vorher ein Bild von den Verletzungen machen konnten. Begleitet von den Ausbildern Karsten Wiech, Martin Knoll und Peter Keßler wurden ihre Fähigkeiten dokumentiert und bewertet. Die Auswertung erfolgte sofort nach maximal 8 Minuten Behandlungszeit, die den zwei Helfern im Team pro Unfallopfer zustanden, so dass eventuelle Fehler gleich revidiert werden konnten.
In diesen 8 Minuten musste sich zuerst ein Überblick über das Geschehen verschafft, der Eigenschutz nicht vergessen, dann die Vitalfunktionen des Verunglückten überprüft, und daraus Schlussfolgerungen zu Behandlung gezogen werden. Eine Unfallmeldung musste erfolgen. Neben dem Lagern, Anlegen eines Druckverbandes, einer Augenspülung, der schonenden Helmabnahme bei dem bewusstlosen Motoradfahrer, der richtig durchgeführten Autotransfusion (Hochlagerung der Beine) beim Schock, und der modifizierten Herz- Lungen- Wiederbelebung bei dem Verunglückten mit Mittelgesichtsfraktur ohne Unterkiefer, durfte die psychische Betreuung nicht zu kurz kommen.
Aber meist mussten nur Feinheiten besprochen werden, alle Rettungsschwimmer haben ihren Patienten helfen können, das Erlernte gut umgesetzt und ihre Erfahrungen aus den Einsätzen in Bädern und an Seen gewinnbringend mit eingebracht.
Trotzdem werden, vor Beginn der neuen Wachsaison, alle aktiven Einsatzkräfte in der Ersten Hilfe auf den neusten Stand gebracht um auch im Sommer 2011 optimal auf alle unvorhersehbaren Katastrophen reagieren zu können.
Peter Keßler
05.10.2010, 10:38 Uhr
Frau an der Spitze der DLRG Kyffhäuser
Am 21.12.2009 wurde die 33-jährige Bad Frankenhäuserin Mandy Gössel in einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung einstimmig zur neuen Vorsitzenden der DLRG Kyffhäuser gewählt. Ihr Amtsvorgänger Peter Keßler, der aufgrund seiner neuen beruflichen Belastungen seinen Rücktritt letzten Sommer bekannt gab, gehörte zu den ersten Gratulanten genauso wie der Geschäftsführer des DLRG-Landesverbandes Holger Friedrich. Beide freuten sich über die gute Wahl der Mitglieder und über die Bereitschaft der angehenden Diplom Landwirtin, das verantwortungsvollste Amt in der über 100 Mitglieder zählenden Ortsgruppe zu übernehmen.
Seit 1994 ist die gebürtige Kurstädterin Mitglied in der DLRG. Als eine der ersten selbst ausgebildeten Rettungsschwimmerin war Gössel in den Sommermonaten im Einsatz am Stausee in Kelbra sowie an Ost- und Nordsee. Ein besonderes Highlight war ihr Einsatz als Rettungsschwimmerin und Animateurin während ihrer Semesterferien in Jamaika. 1998 schloss sie die Trainerausbildung mit Erfolg ab und erwarb neben dem Lehrschein in der Schwimm- und Rettungsschwimmausbildung auch die Ausbildungsberechtigung in der Ersten Hilfe. Als Jugendwartin der Ortsgruppe war Gössel maßgeblich am Heranführen der Nachwuchsretter beteiligt. Seit 3 Jahren leitet sie die Wassergewöhnung und Frühschwimmerausbildung der 4 bis 7-jährigen Kids.
Viele ihrer Schüler wahren so begeistert, dass sie in den Verein eintraten und gleich ihre Mamas und Papas mitnahmen - mehr als 60 % unserer Mitglieder sind unter 18 Jahren - das ist auch ein Verdienst der neuen Vorsitzenden.
Und so verbindet sich auch mit dem Generationenwechsel an der Spitze der DLRG OG Kyffhäuser e.V. der Wunsch nach neuen Ideen in der Bewältigung der Aufgaben in der Ausbildung, im Wachdienst und im Vereinsleben - vielleicht auch für die nächsten 20 Jahre.
Peter Keßler
20 Jahre Wasserrettung um den Kyffhäuser
Ein Philosoph aus dem Mittelalter spricht mir dazu aus der Seele, wenn er sagte: „Es ist leichter zu schweigen, als sich im Reden zu mäßigen“, also verzeiht mir schon jetzt, denn ich muss nun reden! Euch erwartet ein „kleines“ Resümee aus fast 20 Jahren DLRG - zusammen mit dem knapp einen Jahr des Überganges bei den Robben, die Geschichte von 20 Jahren und einem Tag.
Der Wasserrettungsdienst war schon solange in Bad Frankenhausen beheimatet, wie Bürger der Stadt Spaß am Baden hatten. Ab 1902, als das erste Schwimm- und Freibad eingeweiht wurde - es befand sich auf dem Gebiet des heutigen Gymnasiums - war es der Schwimmmeister und Knopfmacher Haselhuhn, der auf Ordnung und Sicherheit großen Wert legte. Es folgte das Jugendbad, was am 28. Mai 1925 eröffnet wurde, im Winkel des Thaleber Baches hinter der Weidengasse und 1982 seine letzte Saison erlebte. Das Solebad, welches am 26 Juni 1938 eröffnet wurde, galt seinerzeit als das modernste Solewettkampfbecken Deutschlands (mit 10-Meter Turm). Erbaut auf unsicherem Untergrund - dem Aschplatz des Gradierwerkes - hielt die Säulen- und Gewölbekonstruktion dem Wasserdruck nur 60 Jahre stand - 1998 war das vorerst letzte - aber die Hoffnung auf eine „Auferstehung aus Ruinen“ war auch schon zu anderen Zeiten aktuell...
Eine DLRG-OG gab es in Bad Frankenhausen vor dem 2. Weltkrieg wahrscheinlich nicht, nachweislich zwar in Sondershausen - es ist aber alles Material verschollen. Es begann im Jugendbad in der Weidengasse durch den Schwimmmeister Paul Schulze der Aufbau einer WRD-Gruppe, welche im Rettungssport auf Kreisebene die Spitze übernahm. Mitte der 70-ziger Jahre übernahm Roland Beinicke die Leitung des Bades und baute einen Schwimmverein auf, der die Grundlage für die Ausbildung zukünftiger Rettungsschwimmer bildete. Ihm folgten die Schwimmmeister Bernd Keßler und Klaus Böhme, welche den Einsatz, die Aus- und Weiterbildung des WRD-Ortsverbandes weiter vervollkommneten. Bei Kreispartakiaden gab es nur einen Sieger - den Wasserrettungsdienst Bad Frankenhausen. Die weitere Entwicklung geschah notgedrungen ab 1983 im Solebad. Rettungsschwimmen war im Kreis Artern nie eine fördernswerte Sportart und dem DRK-Kreisverband waren wir auch nur ein geduldetes Anhängsel.
So entschlossen sich einige Rettungsschwimmer, als sich erstmals die Möglichkeit bot (Herbst 1989), etwas Eigenes aufzubauen, den Rettungsschwimmerclub „Die Robben“ e.V. zu gründen. Mit unseren Einsätzen im Kyffhäuserwald und beim Beräumen und Ausgraben der Rehbornquelle machten wir uns einen ersten Namen. Gegründet am 20.11.1989, ging er, dank der intensiven Unterstützung der OG Walkenried (Bez. Harz, Niedersachsen) am 20.10.1990 nahtlos in die DLRG Ortsgruppe Bad Frankenhausen e.V. über.
Schwerpunkte unserer Arbeit waren von Anfang an die Schwimm- und Rettungsschwimmerausbildung. Aber mit unserer Arbeit in Wiehe und der Gründung und Starthilfe des Stützpunktes Hohnstein, welcher mittlerweile als Ortsgruppe zu einer festen Größe im Landesverband Thüringen geworden ist, erfüllten wir auch überregionale Aufgaben.
Unser Engagement am Stausee in Kelbra begann 1992 mit dem Wachdienst am Strandbad und am Campingplatz. Wir bauten einen Stützpunkt auf, fungierten als Mauerspechte beim Abtragen der Pfeiler einer alten Helmebrücke, die als Gefahrenstelle im Sommer aus der Wasser ragte, führten alljährlich An- und Abbaden durch und organisierten die berüchtigten Bierfasswettrollen.
Grandios waren auch die 8 Frankenhäuser Schwimmbadfeste die wir maßgeblich mit organisierten und durchführten. Ab 1991 kamen, in Abhängigkeit von der Wetterlage, bis zu 1500 Besucher, um sich an unseren nicht ganz ernstgemeinten Wettbewerben, wie zum Beispiel Brustrückwärtsschwimmen, Schlamm- und Lumpenspringen, Flößer- und Bottichrennen, Kopfweitsprung und vielem anderem zu beteiligen oder zu amüsieren.
Seit 1993 führen wir unsere Rettungsschwimmer- und Schwimmausbildung in der Wintersaison im Hallenbad von Sömmerda durch. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, nochmals Dank für die Unterstützung und das finanzielle Entgegenkommen der Bäderverwaltung Sömmerda zu sagen.
1996 konnten wir über den Kampfsport eine coole Truppe Arnstädter für das Rettungsschwimmen begeistern, die uns viele Jahre bei allen Veranstaltungen treu zur Seite standen. Sei es bei der Absicherung von Konzerten (2 mal Kelly, Caught In The Act, Fury In The Slaughterhouse, J. Cocker, Wolle Petry, Niemann und andere), Kat.-Schutz-Übungen, Durchquerungsschwimmen oder anderen Veranstaltungen, war mit den Arnstädtern immer zu rechnen. Leider ist der Kontakt in den letzten 2 Jahren doch etwas eingeschlafen.
Die Existenz einer Abteilung Judo im Verein DLRG, deutschlandweit einzigartig, trug ganz interessante Früchte, zum Beispiel den Kurs „Erste Hilfe am Mattenrand“, der in die Ausbildung von Fachübungsleitern im Judo integriert wurde. Aber auch die Judoka wurden mal pflücke und gründeten 2003 ihren eigenen Verein - den Chinesisch-Deutschen Kampfkunstverein „Yasuhiro Yamashita“ Bad Frankenhausen e.V.. Damit ist ihr Vereinsname genau ein Buchstabe länger als der unsrige bis 2003 (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Ortsgruppe Bad Frankenhausen „Die Robben“ e.V.)
Als Teilnehmer der Thüringer Meisterschaften im Rettungssport gehörten wir nur in der Einzeldisziplin Wiederbelebung am Phantom zu den Siegern, aber auch im Wasser machten wir immer eine gute Figur - wir waren nie die Schnellsten - aber stets die Lautesten. Neben den ernsthaften Aufgaben der DLRG-Ortsgruppe Bad Frankenhausen haben wir uns auch andere Ziele gesetzt, so galt und gilt es bis zu zweimal im Jahr, seit 1993, sein Können beim Meterbratwurstessen zu beweisen. In den letzten beiden Jahren schlugen wir den Uraltrekord der gesamt verspeisten Meter und schraubten ihn auf 38,78 m in sphärische Höhen. Aber der Einzelrekord von vollständig verspeisten und drin gelassenen 4 Metern aus dem Jahre 1997, aufgestellt von einer hier auf besonderen Wunsch mit angedrohtem Prügelangebot bei Zuwiderhandlung nicht genannten Person, deren Aussehen und Mimik oft an eine kleine grüne Figur aus der Muppets Show erinnert, die mit K anfängt, K wie Kar.. Karpern... Wer es jetzt noch nicht weiß, schaut nach einem etwas verkniffenen Gesichtsausdruck in unserer Runde...
Zu Ostern stürmten seit 1995 unsere Kleinsten im Kyffhäuserwald dem Osterhasen hinterher, mittlerweile mit der originalen Osterhasenfrau Silva, die in ihren Kostümen nicht nur die Kinderherzen höher schlagen ließ. Sonntags wurden die Senioren des Pflegeheims zum Osterspaziergang durch Bad Frankenhausen ausgefahren und untergehakt.
Im Jahre 998 erhielt Frankenhausen seine erste urkundliche Erwähnung. Dies wurde mit einem großen Umzug zum 1000-jährigem Jubiläum gebührend gefeiert. Mit der „Letzten Hinrichtung“, dem „Zug der Pestkranken“ und der Vorstellung unseres Vereines, stellten wir drei Bilder dar - soviel wie kein anderer Verein Bad Frankenhausens.
Ein Platz beim Team für die Seniorenmeisterschaften im Rettungssport war bei uns immer sehr begehrt, und neben zahlreichen Siegern waren auch gute Platzierungen drin. Leider ist die Austragung dieser Art von Aktivierung von DLRG-Senioren ab 22 Jahren im Landesverband Sachsen-Anhalt noch nicht entwickelt, aber ich werde mein Bestes geben, dass sich das bald ändern wird.
Unerwähnt lassen möchte ich natürlich nicht unser Ritteressen in Franken und die Treffen mit dem Scheinfelder Schwimmverein Delfin, die geheimen Durchquerungsschwimmen mit ihren Herausforderungen, die Teilnahmen am „Tag der Vereine“ in Bad Frankenhausen und die Auszeichnung mit dem Jugendhilfeförderpreis des Kyffhäuserkreises für unser Engagement bei der Ausbildung von Schwimmern mit der Grundschule Rottleben lassen.
Gerade unsere Entwicklungshilfe auf dem Gebiet der Rettungsschwimm- und Erste-Hilfe-Ausbildung in Franken hat über viele Jahre hat zu neuen Freundschaften geführt - so ist zum Beispiel Toni Schiefer nicht nur ein Mitglied, sondern auch der erste Lehrscheininhaber der DLRG Sachsen-Anhalt im Freistadt Bayern.
Die Geschichte der Stützpunkte unseres Vereins ist eine Geschichte von Missverständnissen. Die Stadtverwaltung von Bad Frankenhausen hing über viele Jahre dem Glauben nach, dass die Robben regelmäßig ihre Sandbank, oder besser ihren Aufenthaltsort wechseln müssen. Nach fast 500 Arbeitsstunden bezogen wir 1991 die alte Schwesternstation in der Lange Strasse, 1995 zogen wir nach Seehausen in den Kindergarten, 2002 wieder zurück in die Schwesternstation, von 2003 bis 2006 hielten wir uns in Kelbra ganze 3 Jahre lang an einem Ort auf, bis die Stadt Kelbra das Strandbad an Holländer verpachtete und die keine Wasserrettung benötigten. Dann ging es zurück nach Bad F., in die Bahnhofstrasse, gegenüber der Schwesternstation, bis letzte Woche - wieder 3 Jahre. Nun stehen wir, diesmal selbst gewollt, auf der Straße. Vielleicht gibt es ja in Rottleben oder Roßla, in Oldisleben, Heldrungen oder in sonst einer erreichbaren Nähe ein kleines Zimmer mit einem Heizkörper und einer Tür zum Abschließen, in der Nähe des Bades, mit trockenen Wänden, mietfrei - ach, ich träume so vor mich hin.
Spektakulär waren auch immer unsere gemeinsamen Spanferkelessen. Teilweise über 40 Mitglieder und Gäste konnten nicht darauf verzichten bei der Versteigerung von alten DLRG-Werbemitteln Höchstgebote zu unterbreiten. Besonders unser OG-Arzt Dr. Frank Freese musste fast 90% des Fahnenmaterials einheimsen - zusammengenäht kann er jetzt jedem Boot den Wind aus den Segeln nehmen. Ich denke, da neben diesen Fahnen auch noch zahlreiche dänische Bierkrüge zur Disposition stehen, dass im nächsten Jahr, vielleicht zu unserer richtig großen 20-Jahr-Feier, ein umfangreicher Flohmarkt unter dem Management oder besser in der Sprechstunde von Frank, die Veranstaltung umrahmen wird.
Ab 1993, mit einem ersten Starterfeld von 26 Mutigen organisierten das Team des Erholungsgebietes Talsperre Kelbra um Gerd Heller und die DLRG-OG Bad Frankenhausen e.V. das Stausee-Durchquerungsschwimmen. 1998 wurde das Langstreckenschwimmen im Thüringer Freiwasserpokal des Thüringer Schwimmverbandes eine feste Größe. Gäste waren neben den DLRG-Präsidenten Joachim Pröhl, den Präsidenten des LV Thüringen Rainer Blechschmidt und Matthias Feller auch schon der amtierende Präsident Harry Slokksnat. Er durchschwamm bei der 7. Auflage im Jahr 2000 den Stausee in 40,03 min., wurde damit gesamt Dritter mit nicht einmal 3 min. Rückstand auf den Sieger. 2001 war dann der Vize Kam. Tschierske zu Gast und ab 2002 ließ sich dann keiner mehr blicken. Es war das einzige Freiwasserschwimmen, deren Organisation gänzlich in den Händen der DLRG lag - 2003 zur 11. Auflage, wurde es schon im Deutschland Cup der Freiwasserschwimmer gewertet - aber dann kam Herr Geppert und die Holländer…
Die Zusammenarbeit mit den DLRG-Kameraden aus Sachsen-Anhalt entwickelte sich stetig seit dem ersten Schwimmen. Ohne ihre Technik, ihre Einsatzkräfte und auch ihr finanzielles Engagement wäre schon nach dem ersten Schwimmen Schluss gewesen. Hier gilt vor allem Dank den Mitarbeitern der Geschäftsstelle Sachsen-Anhalt unter der fachmännischen Leitung von Holger Friedrich, die auch noch das Spielmobil mitbrachten, um für die Unterhaltung am Strand zu sorgen. Zur Absicherung waren die OGs Hettstedt und Eisleben aber auch Halle-Saalekreis und Merseburg vor Ort. Eine gelungene Veranstaltung, die ich gern wieder aufleben lassen würde, vielleicht in Roßla oder doch wieder in Kelbra - aber nur wenn sich ein langzeitlich tragbarer Pächter des Strandbades dafür stark machen würde.
So, jetzt noch drei Sätze zur Statistik:
In 19 Jahren DLRG um den Kyffhäuser wurden 31 Leben gerettet, 1060 Kids erkämpften ihr Seepferdchen, 772 Jugendschwimmabzeichen und 1038 Deutsche Schwimmabzeichen wurden abgelegt, erfolgreich beendeten oder wiederholten 1242 Rettungsschwimmer ihre Ausbildung, 234 davon leisteten 38780 Einsatzstunden an Seen und in Bädern, 3630 mal wurde Erste Hilfe - vom Pflaster kleben bis zum Druckverband - geleistet, bei 38 Großveranstaltungen begrüßten wir 53950 Besucher und Teilnehmer, in die Ausbildung / Organisation und Verwaltung investierten wir 39100 Stunden. Einen riesigen Arbeitsumfang bedeutete auch unser Engagement in der Ersten-Hilfe-Ausbildung. Ob Erste-Hilfe-Kurs, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Erste-Hilfe-Training oder die Schulung in der Automatischen Externen Defibrillation - insgesamt waren es exakt 3630 Teilnehmer. Mit aktuell 13 Lehrscheininhabern, 8 Sanitätern und Ärzten, 9 Erste-Hilfe-Ausbildern und 6 Bootsführen haben wir ein gewaltiges Potential. Und das soll so sang- und klanglos verschwinden? Das geht gar nicht!
Hier ist auch der Moment wo ich mal namentlich meinen Dank loswerden muss. Beim Einscannen der Bilder aus zwei Jahrzehnten waren es immer die Selben auf die ich mich, vom Anfang an, bei jedem Einsatz, in der Ausbildung und auch während unserer manchmal nicht ganz satzungstypischen Veranstaltungen, verlassen konnte. Karsten Wiech, Rolf Gnass, Fred Spodzieja und Mandy Gössel. Jeder Lehrgang, die jährliche Schwimmausbildung, alle Rettungsschwimmerkurse, jedes Meterbratwurstessen, Osterwanderung, jeden Arbeitseinsatz, Neptunfeste, Kat.-Schutz-Übungen, Durchquerungsschwimmen, An- und Abbaden, und und und… Die haben sich sogar stets für den Verein freiwillig zum Affen gemacht - ihr seht es im Hintergrund.
Ganz kurz dahinter stehen aber viele andere, die auf Grund ihres Job´s, ihrer familiären Verpflichtungen ihrer noch nicht so langen Mitgliedschaft oder einfach ihrer Spezialisierung nicht auf jeder Hochzeit tanzen konnten und können. Hier sind es vor allem Frank und Dagmar Freese, Martino Selent, Dirk Melcher, Uschi Spodzieja, Andre´ Karstedt, Silva Ackermann, Edda Michel, Benno Bulitta ohne die der Verein nicht existieren könnte. Danke, danke, danke und haltet weiter wacker durch.
Mit Erich Udala haben wir 2007 ein Mitglied „der ersten Stunde“ auf tragische Weise verloren, der schon 1936 in die DLRG eintrat und noch 2006 für seine 70-jährige ununterbrochene Mitgliedschaft vom Vizepräsidenten des Landesverbandes, Peter Fehse, mit dem entsprechenden Mitgliedsehrenzeichen ausgezeichnet wurde. Auch Erich bereicherte unsere Arbeit über viele Jahre.
Fast noch wichtiger ist die Jugend - die Zukunft der Verantwortungsträger. Hier sind Lisa und Tina Boldt, Erik und Reik Selent, Inge Töpfer, Ike Goldhammer und Lucas Keßler als Kameraden zu nennen, die in Ausbildung und im Wachdienst schon Verantwortung übernehmen.
Frisch geklaut bei einer Volksbankwerbung möchte ich für meine zukünftige Vorreiterin des Vereins noch einen mit auf den Weg geben: „Tradition ist nicht das Bewahren der Asche, sondern das Weitergeben des Feuers!“ Ich bin der Meinung unsere Probleme sind lösbar, und gemeinsam mit Mandy´s Feuer werden wir uns wieder aus den seichten Ufergewässern befreien und in die unendlichen Weiten der Meere aufbrechen.
Peter Keßler
Vorsitzender OG Kyffhäuser
21. November 2009








