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13.12.2016 Dienstag  Warnung vor falschen Haustürgeschäften

Betrüger weisen sich offenbar derzeit in Dessau als falsche DLRG-Mitglieder aus. Foto: imago/Eibner

Betrüger wollen im Namen der DLRG kassieren!

In Dessau sind offenbar Betrüger unterwegs, die sich als Mitarbeiter der Deutschen
Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ausgeben. Sie versuchen, sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und direkt vor Ort kostenpflichtige Verträge abzuschließen.

In Ziebigk und Alten unterwegs
Nach MZ-Informationen waren sie in den vergangenen Tagen vor allem in Ziebigk und Alten
unterwegs. Anzeigen bei der Polizei liegen bislang nicht vor.
Oft wird versucht, die Wohnungseigentümer zu verunsichern. So behaupten die Betrüger,
dass bestimmte Rettungsleistungen nach einem Unfall, wie etwa der Abtransport durch einen Hubschrauber, nur mit dieser kostenpflichtigen Mitgliedschaft gewährleistet werden kann.

Holger Friedrich, Geschäftsführer der DLRG in Sachsen-Anhalt, stellt dazu auf MZ-Anfrage
klar: "Wir und auch andere Organisationen wie das Rote Kreuz oder die Johanniter bieten
solche Leistungen überhaupt nicht an und haben auch gar keine Haustürgeschäfte."
Vielmehr werden ehemalige Spender und Mitglieder nur mit sogenannten Spendenmailings
kontaktiert, darauf zu reagieren steht jedem frei.

Eine echte Mitgliedschaft nur mit kostenlosem Schnupperangebot
Zwar gibt es tatsächlich die Möglichkeit, Mitglied beim DLRG zu werden, doch sieht in
diesem Fall das Leistungsspektrum völlig anders aus. So kann man sich etwa zumRettungsschwimmer, Bootsführer oder Taucher ausbilden lassen oder aktiv im
Katastrophendienst mithelfen.
Jedes potentielle Mitglied hat allerdings die Möglichkeit, vorher sogenannte
Schnupperangebote zu nutzen, "und erst danach sieht der Bewerber überhaupt erst einen
Vertrag für eine Mitgliedschaft", so Holger Friedrich.
Leider sei es viel zu leicht, an Kleidung mit DLRG-Aufdruck zu gelangen. "Auch Nicht-
Mitglieder können sich einfach ein DLRG-T-Shirt kaufen", räumt der Geschäftsführer des
Landesverbands ein.

Keine Verträge an der Haustür
Generell gilt, dass Verträge nicht direkt an der Haustür unterschrieben werden sollten. Wenn
einer der Vertreter besonders aufdringlich sei, rät die Polizei, dies direkt zur Anzeige zu
bringen. (mz/fr)

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (MZ)

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