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DLRG Halle-Saalekreis gewinnt auch die Gesamtwertung der Vereins-Europameisterschaft

[Mittwoch, 02. Oktober 2019]

Nach 6 intensiven Wettkampftagen bei der Interclub Europameisterschaft, bei denen 49 Vereinsclubs aus über 20 europäischen Nationen gegeneinander antraten, konnte die DLRG Halle-Saalekreis (725 Punkte) den Sieg erringen.

Die Hallenser hatten bereits die Schwimmhallenwertung gewonnen und konnten ihren Vorsprung an den 3 Freigewässertagen verteidigen. "Nach 2005 konnten wir zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Gesamtwertung bei einer EM gewinnen. Darauf sind wir sehr stolz.", befand Teammanager Holger Friedrich.

Hinter der DLRG Halle-Saalekreis belegte die DLRG Magdeburg (559 Punkte) den 2.Platz, welche gleichzeitig überraschend die Freiwasserwertung für sich entschied, und sorgte für einen sachsen-anhaltinischen  Doppelsieg bei der Vereinseuropameisterschaft. Auf dem 3. Platz landete der holländische Verein Dordrecht (448,5 Punkte), welcher im letzten Rennen noch die nach Halbzeit aussichtsreich auf Platz 2 liegenden Italiener aus Venedig vom Treppchen stieß. 

Am letzten Tag sorgten die Athleten aus Sachsen-Anhalt nochmal ordentlich für Aufsehen. In der Gurtretterstaffel der Damen gewann die DLRG Halle-Saalekreis um Retterin Jessica Grote, Magdeburg wurde hier Dritter. "Ich bin sehr froh, dass wir die Staffel für uns entscheiden konnten. Wir wollten unbedingt eine Staffelmedaille in einem so wichtigen internationalen Rennen.", meinte Grote erleichtert nachdem sie bereits beim Brandungsschwimmen eine Bronzemedaille gewonnen hatte. Auch die Hallenser Männer Joshua Perling und Fabian Thorwesten führten ihre Gurtretterstaffel zum Sieg. Die DLRG Magdeburg konnte die prestigeträchtige Taplinstaffel der Frauen gewinnen. Bei der Taplinstaffel sind 4 Teildisziplinen zu absolvieren, die Staffel der Hallenserinnen wurde hier Dritter.

Weitere Medaillengewinne der Sachsen-Anhalter bei den Freiwasserwettbewerben:

- Silbermedaillen für die DLRG Magdeburg in der Rettungsstaffel mit Rettungsbrett sowie in der Strandsprintstaffel.
- Die Magdeburgerin Michelle Hein gewinnt Silber beim Rettungstriathlon.
- Pitt König wird Zweiter im Brandungsschwimmen.

Viel Zeit zum Verschnaufen haben die DLRG Sportler aus Sachsen-Anhalt nicht, denn in weniger als zwei Wochen findet die Deutsche Mehrkampf-Meisterschaft in Hagen statt.

Radiobeitrag zur EM 2019
(Quelle: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK, LFH Sachsen-Anhalt, Stephan Burghardt)

Weitere Infos unter: www.dlrg.de/em-2019 und www.lifesaving2020.it/event/35/home

DLRG Halle-Saalekreis bester Rettungsschwimmerverein Europas – DLRG Magdeburg auf Platz 4

[Samstag, 28. September 2019]

Nachdem die DLRG-Nationalmannschaft bei den diesjährigen Europameisterschaften in Riccione (Italien) den 3. Platz in der Nationenwertung belegt hatte, startete nun am gleichen Ort die Meisterschaft für die Vereine.

Für Undine Lauerwald, Jessica Grote, Fabian Ende und Joshua Perling von der DLRG Halle-Saalekreis bedeutet das eine Doppelbelastung. Denn nach 5 anstrengenden Wettkampftagen mit der Nationalmannschaft kommen nochmal 6 Wettkampftage bei den Vereinstitelkämpfen dazu. "Es fällt mir unglaublich schwer, nach 21 Starts im Nationalteam nochmal Kraft für die nun kommenden Wettkämpfe zu mobilisieren. Doch es ist für mich nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Herzensangelegenheit meinem Verein gegenüber, dass ich wieder mein Bestes gebe!", konstatierte World Games-Sieger und aktueller Europameister Joshua Perling quasi nach Halbzeit. Dass er das dann besonders gut meisterte, zeigten die ersten 3 Wettkampftage der Vereinseuropameisterschaft in der Schwimmhalle von Riccione. Gemeinsam mit seinen 3 Nationalstartern und 7 weiteren Vereinskameraden von der DLRG Halle-Saalekreis erkämpfte er sich 4 Gold-, 4 Silber- und 7 Bronzemedaillen. Die Männer um Perling holten in 3 von 4 Staffeln zwei Goldmedaillen und einmal Bronze. "Das ist nahezu unglaublich, aber absolut verdient!", meinte Trainer Daniel Gätzschmann überglücklich. Die Frauen gewannen einmal Staffelbronze und bei den Mixed Events erkämpfte sich die DLRG Halle-Saalekreis eine Gold- und eine Bronzemedaille. Das hallesche Team erkämpfte auch zahlreiche Einzelmedaillen:

Fabian Thorwesten – Silber 100 Meter Retten mit Flossen, Bronze 100 Meter Retten mit Gurtretter

Joshua Perling – Silber 50 Meter Rettungssprint

Fabian Ende – Bronze 50 Meter Rettungssprint und 100 Meter kombinierte Rettungsübung

Erfolgreichste Einzelsportlerin war jedoch Youngster Undine Lauerwald. Die hallesche Sportschülerin konnte überraschend die 100 Meter Retten mit Gurtretter gewinnen. "Ich kann es noch nicht glauben, dass ich nun Europameisterin bin." Im Finale hatte sie ihre Bestzeit um 1,5 Sekunden gesteigert und schwamm in einem starken Endspurt sogar noch an der italienischen Favoritin Vittoria Borgnino vorbei. "Undine hat sich vor allem in den letzten Wochen sehr stark verbessert. Sie ist eine Allrounderin, mit ihren Leistungen hat sie nicht nur die Konkurrenz erstaunt.", schätzt Gätzschmann ein. Neben ihre Goldmedaille hat sie sich beim Retten mit Flossen (Silber) und beim Superlifesaver (Bronze) zwei weitere Einzelmedaillen geholt. Der Superlifesaver der Frauen lief aus hallescher Sicht besonders erfreulich. Denn mit drei weiteren Hallenserinnen standen gleich 4 Sportlerinnen der DLRG Halle-Saalekreis im Finale. In ihrer Paradedisziplin konnte vor allem Jessica Grote überzeugen, denn sie wurde vor Lauerwald Vizeeuropameisterin. Celina Seidel (Platz 4) und Hanna van Os (Platz 8) komplettierten das starke hallesche Abschneiden. "So etwas habe ich bisher sehr selten erlebt, dass 4 Sportler des gleichen Vereins in einem Achterfinale stehen. Wir sind so stolz auf unsere Damen, dass sie so etwas Außergewöhnliches geschafft haben.", staunte der langjährige Teammanager Holger Friedrich und ergänzte: "Wenn uns vor der EM jemand gesagt hätte, dass wir 15 Medaillen gewinnen, hätten wir diesen für verrückt erklärt." Die Medaillen und die Topplatzierungen brachten der DLRG Halle-Saalekreis insgesamt 477 Punkte bei den Schwimmhallenwettkämpfen ein. Damit konnten sie erfolgreich ihren Vereinseuropameistertitel aus dem Jahr 2015 verteidigen.

"Jetzt beginnen die Freiwasserwettkämpfe und wir sind nun wieder die Gejagten!", sagt Friedrich und erinnert sich an 2015. Damals hatte ein spanischer Club die Hallenser noch überflügelt. In diesem Jahr liegt das hallesche Team vor zwei italienischen Teams (Sporting Club Noale 322,5 Punkte; ASD Gorizia Nuoto 308 Punkte) in Front. Das zweite Team aus Sachsen-Anhalt, die DLRG Magdeburg (231 Punkte) ist als viertplatzierte Mannschaft ebenfalls noch in Lauerstellung. Die Magdeburger hatten viele Finalplatzierungen und sammelten sehr viele Punkte für die Teamwertung, schwammen jedoch öfter knapp an den Medaillen vorbei. "Ich bin sehr erleichtert, dass es in der Mixed Staffel und in der Frauen-Gurtretterstaffel für Silber und Bronze gereicht hat. Das hat die ganze Mannschaft motiviert für die anstehenden Freiwasserwettbewerbe.", sagte abschließend Sven Neubauer von der DLRG Magdeburg.

Radiobeitrag zur EM 2019
(Quelle: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK, LFH Sachsen-Anhalt, Stephan Burghardt)

Weitere Infos unter: www.dlrg.de/em-2019 und www.lifesaving2020.it/event/35/home

DLRG-Nationalmannschaft beendet Europameisterschaft in Italien auf Platz 3

Die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gehören zu den besten des Kontinents. Bei der Europameisterschaft in Riccione (Italien) hat die DLRG-Mannschaft den dritten Rang unter Nationalteams aus 23 teilnehmenden Ländern belegt.

Die deutschen Sportler mussten sich nach fünf Wettkampftagen im Schwimmbad, am Strand und im Mittelmeer nur den neuen Europameistern aus Frankreich und den Gastgebern aus Italien geschlagen geben. Nach den Schwimmhallenwettbewerben hatte Deutschland auf Platz 2 gelegen.

Noch etwas besser als die erwachsenen Rettungsschwimmer präsentierte sich die DLRG-Juniorennationalmannschaft bei deren parallel in Riccione stattfindenden Europameisterschaft. Die deutsche Mannschaft wurde nach spannender Punktejagd im Fünfkampf mit den Nationen aus Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien wie schon im vergangenen Jahr in Irland Vizeeuropameister.

"Wir können mit den Leistungen der Sportler sehr zufrieden sein", sagte Teammanager Holger Friedrich nach dem Abschluss der Meisterschaften. "Unser Ziel war ein Platz unter den besten drei Nationen, das hat geklappt. Vor allem hat es riesig Spaß gemacht, unserem Nachwuchs zuzuschauen. Da war viel Wille, Einsatz und Talent zu sehen. Das stimmt uns für die kommenden Jahre sehr optimistisch."

Insgesamt sammelten die deutschen Rettungsschwimmer 44 Medaillen, 16-mal Gold, 15 Silber sowie 13-mal Bronze. Überragende Sportlerin der deutschen Delegation war Juniorin Nina Holt aus Erkelenz. Die erst 16-Jährige wurde zweimal im Schwimmbecken sowie beim Brandungsschwimmen im Mittelmeer Junioren-Europameisterin im Einzel und gewann drei weitere Goldmedaillen in den Staffelwettbewerben. Insgesamt stand sie bei 13 Siegerehrungen auf dem Treppchen.

Im deutschen Team standen auch 4 Rettungssportler der DLRG Halle-Saalekreis. Insgesamt 15 Medaillen konnten die Athleten aus Sachsen-Anhalt beisteuern. Undine Lauerwald startete bei den Junioren und war mit 5 Medaillen die erfolgreichste Hallenserin, sie gewann unter anderem eine Staffelgoldmedaille mit Juniorenweltrekord und schnappte sich bei den Einzelwettkämpfen im Retten mit Flossen die Silbermedaille. World Games-Sieger und Weltmeister Joshua Perling kam auf 4 Medaillen. In der 4 mal 50 Meter Mixed Staffel ging er mit seiner Staffel als Favorit ins Rennen. Letztes Jahr bei der WM in Australien ging die gleiche Staffelbesetzung an den Start, sie gewann Gold und stellte einen neuen Weltrekord auf. Nach spannenden Finish mit der italienischen Staffel kann Perling sich nun auch Europameister in der Mixed Staffel nennen; und nicht nur das – ein neuer Weltrekord sprang ebenfalls wieder heraus, denn die Zeit aus Australien konnte die Staffel nochmal um 1,4 Sekunden unterbieten. Zum Abschluss der Schwimmhallentage gewann Perling als Dritter beim 200 Meter Superlifesaver auch eine Einzelmedaille. Fabian Ende holte sich mit Bronze bei der 100 Meter Rettungsübung ebenfalls eine Einzelmedaille; weiterhin gewann er 2 Staffelmedaillen, davon eine goldene in der Gurtretterstaffel. Ebenfalls 3 Medaillen gewann Jessica Grote (3 mal Staffelbronze). Beim 200 Meter Superlifesaver verpasste sie als Vierte knapp eine Einzelmedaille. Im Mittelmeer führte sie die Gurtretterstaffel der Frauen zum ersehnten dritten Platz.

Radiobeitrag zur EM 2019
(Quelle: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK, LFH Sachsen-Anhalt, Stephan Burghardt)

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