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Taucher üben für den Ernstfall

[Montag, 24. September 2018]

Mehr als 70 Einsatztaucher, Bootsführer und Leinenführer aus Sachsen-Anhalt trafen sich zu einem Ausbildungslager der DLRG in Arendsee.

Arendsee stand ganz im Zeichen des Tauchens. "Wir wollen in diesen Lehrgängen unser Wissen weitergeben, die einzelnen Handgriffe intensiv üben, sowie den fachübergreifenden Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Ortsgruppen fördern", betonte Norbert Dieke, Leiter Einsatz der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) für Sachsen-Anhalt, während der Ausbildung auf und im Arendsee.

Bereits seit 2004 richtet die DLRG jährlich diesen zentralen Lehrgang im Herbst in Arendsee aus. Dabei wurde neben dem Flaschentauchen auch erstmals das schlauchgebundene Tauchen geübt. „Wir sind sehr froh darüber, zwei Geräte für unsere Taucher zur Verfügung gestellt bekommen zu haben. So können wir auch an dieser Technik ausbilden“ freute sich Taucheinsatzleiter Jens Dittberner.

Einsatzoption Hochwasser

Mit der schlauchgebundenen Tauchtechnik ist es für die Taucher möglich, über längere Zeit unter Wasser zu bleiben. Weiterhin können sie zusätzlich mit Lampen sowie Kameras ausgerüstet werden. Die Technik soll vor allem bei Hochwasser bei der Kontrolle von Häusern oder der Vorbereitung zur Bergung von Gegenständen eingesetzt werden. Alle Taucher hatten die Gelegenheit, die Technik bei einem 20-minütigen Tauchgang auszuprobieren.

Persephone Matthes aus Halle zeigte sich nach ihrem Tauchgang von dem neuen Tauchen angetan. Wie sie berichtete, hatte sie das erste Mal damit getaucht. "Die Ganzgesichtsmaske ist etwas ungewohnt, doch sonst ist es ein angenehmes Tauchen. Man muss nicht auf den Luftverbrauch wie beim Flaschentauchen achten", sagte sie. Anders als beim Flaschentauchen wird hierbei die Atemluft mit 70 Bar von einer an Land befindlichen Station dem Taucher kontinuierlich zugeführt. Weiterhin ist eine Sprachkommunikation zwischen dem Taucher und der Station möglich.

Leinensignale

Doch auch das Flaschentauchen wurde von den Teilnehmern geübt. So wurden unter anderem die verschiedenen Leinensignale zwischen dem Leinenführer und dem abgetauchten Taucher noch einmal ausführlich geprobt. Doch die Taucher üben nicht nur am Arendsee einmal im Jahr den Einsatz, sondern wie Dietmar Schiess aus Tangermünde betonte, werden diese auch in den monatlichen Übungsstunden regelmäßig geübt.

Allerdings musste wegen des starken Windes das Heben eines schweren Gegenstandes vom Seeboden mit Hilfe eines Luftsackes nach einigen Durchgängen abgebrochen werden. Doch der Wellengang war für die Bootsführer kein Grund, die verschiedensten Übungen nicht auszuführen. So fuhren sie mit dem Schlauchboot und sogar mit dem Doppelkiel-Boot auf dem Arendsee, um dort ihr Können zu schulen.

Prüfung

Wer den ganzen Tag an der frischen Luft ist, der hat auch Hunger. Für das Essen waren die beiden Köche der DLRG, Henry Benke und Jürgen Schollbach, an ihrer "Gulaschkanone" zuständig. Sie bereiteten den Trainingslagerteilnehmern das Mittagessen zu.

Am Abend fanden jeweils die theoretische Ausbildung sowie die schriftliche Prüfung im Kaminzimmer des Kindererholungszentrums statt, in dem die Taucher untergebracht waren. Zum Abschluss des dreitägigen Lehrgangs wurden dann die Urkunden zum Einsatztaucher sowie die Qualifikationsnachweise für die Leinenführer und Bootsführer den Absolventen feierlich überreicht.

Autor: Eckehard Schwarz, Volksstimme

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